Wien, 1905 – 1998, Lima
Hans Lewitus wurde am 25. Juli 1905 in Wien geboren und erhielt bereits im Alter von sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Neben dem Studium der Rechtswissenschaften absolvierte er eine musikalische Ausbildung am Konservatorium für Musik in Wien, das er 1930 mit einem Diplom im Fach Klarinette abschloss. Im Jahr 1936 wurde Lewitus von dem renommierten Geiger Bronislaw Huberman als eines der Gründungsmitglieder sowie als Soloklarinettist für das Palestine Symphony Orchestra engagiert. Zwei Jahre später folgte er einer Einladung von Theo Buchwald, dem National Symphony Orchestra of Peru als Soloklarinettist beizutreten. Den weiteren Verlauf seines Lebens verbrachte Hans Lewitus in Lima. Dort war er nicht nur als Mitglied des Nationalen Symphonieorchesters von Peru tätig, sondern wirkte zugleich als Klarinettenlehrer am Nationalen Konservatorium für Musik in Lima.
Zu den künstlerischen Höhepunkten seiner Laufbahn zählen die Zusammenarbeit mit der peruanischen Lyrikerin, Liedermacherin und Folkloristin María Isabel Granda y Larco (bekannt unter ihrem Künstlernamen Chabuca Granda), die Komposition der Bühnenmusik zu der von Ricardo Roca Rey inszenierten Shakespeare-Adaption Komödie der Irrungen sowie die Musik zu Crossing Niagara von Alonso Alegría. Darüber hinaus begleitete Lewitus zahlreiche namhafte Solistinnen und Solisten am Klavier.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Nationalen Symphonieorchester widmete sich Lewitus verstärkt der Blockflöte und dem privaten Musikunterricht in den Fächern Klavier, Klarinette und Blockflöte. In dieser Phase entstanden unter anderem Bearbeitungen geistlicher Werke von Johann Sebastian Bach für Blockflötenquartett, Arrangements lateinamerikanischer Volksmusik sowie Klavierkompositionen wie Lima Romántica und Oda a Chabuca. Diese Werke wurden ebenso wie drei Tonträger posthum von seinem Sohn Ricardo veröffentlicht. Hans Lewitus verstarb am 3. September 1998 in Lima, Peru.





