Wien, 1906 – 1991, San Francisco

Khuner trat 1927 als zweiter Geiger dem damaligen Neuen Wiener Streichquartett bei, gerade als es sich zum Kolisch-Quartett umbenannte. Zunächst zögerte er dem Ensemble beizutreten, willigte aber ein, als ihm gesagt wurde, dass Schönberg selbst die Proben leiten würde. Khuner zeichnete sich nicht nur durch seine musikalischen Fähigkeiten und sein außergewöhnliches Gedächtnis aus, sondern auch durch seine Begabung, die Konzerttermine und geschäftlichen Angelegenheiten des Quartetts zu verwalten. Das Quartett war berühmt für seine Aufführungen von Werken aus Schönbergs Umfeld, darunter Alban Berg und Anton Webern. Nach der Annexion Österreichs durch Nazi-Deutschland verließ es 1938 Europa. Khuner trat dem San Francisco Symphony Orchestra bei, wo er rund 41 Jahre lang Mitglied blieb.





