Margaret Steuermann

Sambor (heute Ukraine), 1925 – 2021 Old Tappan, New Jersey

Margaret Steuermann, geboren am 12. Juli 1925 als Margarethe Steuermann, war die Tochter des Pianisten, Musikpädagogen und Komponisten Eduard Steuermann und seiner ersten Ehefrau, Hilda Steuermann, geborene Merinsky. Die vom Exilarte Zentrum verwahrte Sammlung der Korrespondenz von Margaret-Steuermann stellt ein bedeutendes Zeugnis privater Dokumentation des Musikexils dar. Der an den österreichischen Pianisten und Musikpädagogen Anton Voigt gerichtete Briefwechsel, in dem Margaret Steuermann Fragen zu ihrer Lebensgeschichte beantwortet und den Anton Voigt dankenswerterweise dem Archiv des Exilarte Zentrum der mdw zur Verfügung gestellt hat, bietet entscheidende Einblicke in die musikalischen Entwicklungen im Umfeld des Schönberg-Kreises und insbesondere in das Wirken ihres Vaters, der als wichtiges Bindeglied zwischen der musikalischen Avantgarde der Vor- und Nachkriegszeit gilt. Margaret erhielt ihre ersten Klavierstunden im Alter von vier Jahren von ihrer Mutter und setzte ihre Ausbildung bei Ilsa Friedensberg fort, einer Schülerin ihres Vaters. Nach ihrer Ankunft in den Vereinigten Staaten am 26. Mai 1936 an der Seite ihres Vaters scheint sie an einem rätselhaften Leiden erkrankt zu sein, das möglicherweise durch die Belastungen der Flucht sowie durch familiäre Umstände ausgelöst wurde – ihre Eltern hatten sich im Januar 1927 getrennt. Die Emigration und der damit verbundene Sprachwechsel erschwerten sowohl Margaret als auch ihrer Mutter Hilda die weitere berufliche Entwicklung. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Margaret Steuermann als Organistin in einer baptistischen Gemeinde in New Jersey. Sie starb am 18. November 2021.