Walter Bricht

Wien, 1904 – 1970, New York

Brichts Eltern waren die bekannte Interpretin von Hugo Wolfs Liedern Agnes Pyllemann-Bricht und der Musikkritiker Balduin Bricht. Ab 1923 studierte Bricht bei Franz Schmidt an der mdw Komposition, Klavier und Dirigieren. Von 1932 bis 1934 gehörte er dem Vorstand des Österreichischen Komponistenbundes an. Er war ein angesehener Pianist und auch als Komponist sehr geschätzt; immerhin spielte das Rosé-Quartett seine Werke, und eine Symphonie war für eine Aufführung durch die Wiener Philharmoniker vorgesehen. Allen diesen Plänen setzte der „Anschluss“ ein jähes Ende. Bricht schlug das Angebot, sich zu einem „Ehrenarier“ machen zu lassen, aus und emigrierte in die USA; seine Dokumente wurden bei seiner Abreise konfisziert. Er kam ohne Kenntnis der englischen Sprache nach Amerika, hatte aber bald Gelegenheit, am Mason College of Music in West Virginia zu unterrichten. Er ging 1944 nach New York und bekam 1963 eine Professur an der Indiana University angeboten. Die meisten seiner 40 Werke entstanden vor dem „Anschluss“. Bricht war sowohl als Lehrer als auch als Pianist beliebt.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Website www.walterbricht.com.