Kategorie: Kooperationen

Alle Konzerte von exil.arte

Exilarte Konzert bei der Internationalen Sommerakademie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Rax- und Semmering-Region, Österreich

Das Eröffnungskonzert der Internationalen Sommerakademie der mdw steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von Komponisten und Komponistinnen, die durch das NS-Regime vertrieben wurden. Unter dem Title „Exilarte – Verfolgte und vertriebene Musik zurückgeholt“ werden Werke von Erich Zeisl, Wilhelm Grosz, Hans Gál, Ruth Schönthal, Fritz Kreisler und Julius Bürger am Montag, 16. August um 20 Uhr im Literatursalon Schloss Wartholz dem Publikum zu Gehör gebracht.

Es musizieren Johannes Fleischmann (Violine), Josipa Bainac (Sopran), Ulrike Anton (Flöte), David Hausknecht (Klavier), Sabina Hasanova (Klavier) und das Selini Quartett.

Durch den Konzertabend begleiten Arabella Fenyves (Radio Klassik Stephansdom) und Gerold Gruber (Leiter des Exilarte Zentrum der mdw).

Montag, 16. August 2021, 20 Uhr
Literatursalon Schloss Wartholz
Hauptstraße 113
A-2651 Reichenau an der Rax

Für den Kartenverkauf und weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

Dieses Konzert wird auch als Livestream übertragen. Der Link dazu wird zu einem späteren Zeitpunkt auf dieser Website veröffentlicht.

Das Exilarte Zentrum wieder zu Gast im Parlament, 5. Mai 2021

Am Mittwoch, 5. Mai 2021 überträgt der ORF die Sondersitzung der beiden Präsidialkonferenzen des Nationalrates und des Bundesrates anlässlich des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ab 10:30 Uhr in ORF 2.

Das Exilarte Zentrum wurde gebeten, diese Veranstaltung musikalisch zu gestalten. Isabella Schwarz, Floris Willem und Nicolás Bernal Montana interpretieren das Trio für Oboe, Violine und Viola, op. 94 von Hans Gál.

Der österreichische Komponist Hans Gál (1890 – 1987) musste auf Grund seiner jüdischen Herkunft 1938 ins Exil nach Großbritannien fliehen. Das Trio, op. 94 komponierte er 1941 in Edinburgh. Der Nachlass von Hans Gál befindet sich im Archiv des Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Women´s History Month 2021: Komponistinnen im Fokus

Livestream-Konzert der US-Botschaft in Wien in Kooperation mit dem Exilarte Zentrum

Samstag, 13.3.2021 aus der Alten Schmiede – ab jetzt auf YouTube zum Nachhören

Die amerikanische Botschaft in Wien lädt in Kooperation mit dem Exilarte Zentrum der mdw und der Alten Schmiede in Wien zu einem Livestream-Konzert zum Thema Komponistinnen aus den USA und Österreich ein. Bei diesem Konzert werden Kompositionen von Ruth Schönthal und Vally Weigl, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft vom NS-Regime vertrieben wurden und in den USA eine neue Heimat fanden, zu hören sein. Auch Werke der bekannten amerikanischen Komponistin Nancy Van de Vate, die seit vielen Jahren in Wien lebt, der österreichischen Komponistin Gabriele Proy, Preisträgerin des Musikpreises der Stadt Wien, sowie der amerikanischen Komponistin Katherine Hoover, die über 15 Jahre als Professorin an der Manhattan School of Music wirkte, sind Teil dieses vielfältigen Programms.

Ulrike Anton | Flöte
Miyuki Schüssler | Klavier
Armin Egger | Gitarre

Livestream-Konzert aus der Alten Schmiede, Samstag 13.3.2021 um 20 Uhr – jetzt zum Nachhören

Programm

Ruth Schönthal (1924 – 2006): A Bird’s Song About…
for Flöte und Klavier

Nancy Van de Vate (* 1930): Lento for Piano

Gabriele Proy (* 1965): Azurit
für Gitarre solo

Vally Weigl (1894 – 1982): Bird of Life
für Flöte solo

Katherine Hoover (1937 – 2018): Caprice
für Flöte und Gitarre

Nancy Van de Vate (* 1930):  from Four Fantasy Pieces
für Flöte und Klavier
I. Slowly, with a timeless quality
II. Presto

Exilarte zu Gast in der Alten Schmiede – Konzert via Livestream am 5. März 2021 um 20 Uhr

Auf Einladung der Alten Schmiede, eine der ersten Adressen für zeitgenössische Musik in Österreich mit langer Tradition, präsentiert das Exilarte Zentrum der mdw ein Konzert via Livestream, das eine Verbindung zwischen KomponistInnen, die vom NS-Regime ins Exil gezwungen wurden und Werken, die im 21. Jahrhundert entstanden sind und sich mit der Thematik von Vertreibung und Flucht musikalisch auseinandersetzen. Auch Unterdrückung und Zensur in der ehemaligen UdSSR werden bei diesem Konzert mit einer Komposition von Elena Firsova zum Thema gemacht. Werke der vertriebenen KomponistInnen Ursula Mamlok, Ruth Schönthal, Alexandre Tansman und Walter Bricht, die alle eine zweite Heimat in den USA fanden, werden neu entstandenen Kompositionen von Gabriele Proy (Uraufführung) und Helmut Jasbar gegenübergestellt. 

Ulrike Anton | Flöte
Armin Egger | Gitarre
Christine Roider | Violoncello
Miyuki Schüssler | Klavier
Moderation: Gerold Gruber 

Freitag, 5. März 2021, 20 Uhr

Livestream aus der Alten Schmiede in Wien

Programm:

Ruth Schönthal: A Bird‘s Song About
für Flöte und Klavier 

Helmut Jasbar: Fluchtstücke – Fugitive Pieces
für Flöte, Violoncello und Klavier

Ursula Mamlok: Variations
für Flöte solo 

Gabriele Proy: Hommage an Ursula Mamlok
für Flöte und Cello (Uraufführung*)
*Im Auftrag von maezenatentum.at mit freundlicher Unterstützung der Dwight und Ursula Mamlok Stiftung

Alexandre Tansman: Hommage à Chopin
für Gitarre solo 

Elena Firsova: Otzvuki (Echos), op. 59
für Flöte und Gitarre

Walter Bricht: Variations on an Old German Children Song, op. 40
für Flöte, Violoncello und Klavier    

Walter Bricht | Ursula Mamlok | Ruth Schönthal | Alexandre Tansman

Fotos von Livestream-Konzert (5. März 2021)

Ausstellungseröffnung vom 20. Oktober 2020 aus Wien und New York jetzt auf Youtube

„Mein Lied für Dich“ – Marta Eggerth und Jan Kiepura zwischen zwei Welten

Ausstellung des Exilarte Zentrum der mdw –
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

WIR HABEN AB 19. MAI WIEDER GEÖFFNET


Parallelveranstaltung mit Livestream aus dem Franz Liszt-Saal der mdw in Wien
und dem Austrian Cultural Forum in New York jetzt auf Youtube zu sehen.

Anlässlich der Übergabe des Nachlasses von Marta Eggerth und Jan Kiepura an das Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien wurde eine Ausstellung vorbereitet, die das Leben des Opern-Traumpaares und ihrer WeggefährtInnen und KollegInnen präsentiert.

Special Guests:
Rektorin Ulrike Sych und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka
Startenor Ramón Vargas und Pianist István Bonyhádi

Auch über mdw Mediathek können Sie die Eröffnung ab 9. November 2020 abrufen.

Online-Vortrag mit Gregorij H. von Leitis und Michael Lahr

Lew Nussimbaum, alias Essad Bey, alias Kurban Said:
Grenzgänger – Kosmopolit – Jüdischer Moslem – Orientalist im Exil

Gregorij H. von Leitis, Gründungsintendant von Elysium und Träger des New York Theater Club Preises und Träger des österreichische Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst, liest aus dem fantastischen Werk von Lew Nussimbaum.

Einführung: Michael Lahr, Programmdirektor von Elysium / Direktor The Lahr von Leitis Academy & Archive

In seinem kurzen Leben kommt der russisch-jüdische Schriftsteller Lew Nussimbaum (1905 – 1942) mit allen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts in Berührung: Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus. Aus dem von der Oktoberrevolution erfassten Baku nach Berlin geflohen, konvertiert er dort 1922 zum Islam und ändert seinen Namen in Essad Bey. Er beginnt zu schreiben, vor allem für Die literarische Welt von Willy Haas. Sein erstes Buch Öl und Blut im Orient wird gleich zum Bestseller. In rascher Folge schreibt er 13 weitere Bücher, unter anderem Biographien über Mohammed, Stalin und Nikolaus II. 1936 veröffentlicht er unter dem Pseudonym Kurban Said den Roman Ali und Nino, eine an der Schnittstelle zwischen Islam und Christentum spielende Romeo und Julia-Geschichte. Vor den Nazis flieht er nach Wien, und schließlich nach dem „Anschluss“ nach Italien, wo er 1942 in Positano an einer seltenen Krankheit stirbt.

Das Lahr von Leitis Archiv ist seit 2018 Teil des exil.arte Zentrum der mdw.

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust | 27.01.2020

Gedenkveranstaltung des Parlaments am 27. Jänner 2020 erinnert an 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und Bundesratspräsident Robert Seeber luden am 27. Jänner zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust zu einer Gedenkveranstaltung in die Wiener Börsensäle. Mit der Veranstaltung wurde insbesondere der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau gedacht, die sich heuer zum 75. Male jährte.

Nach der Begrüßung durch Bundesratspräsident Seeber sprach der Generalsekretär der IKG Wien Benjamin Nägele Worte des Gedenkens. Über die vier Komponisten, deren Werke den Abend musikalisch umrahmen, spracht Gerold Gruber, Leiter des Forschungszentrum exil.arte; Viktor Ullmann, Hans Krása, Gideon Klein und Pavel Haas wurden nach Auschwitz deportiert und dort oder in einem der Nebenlager ermordet.

Begrüßung

Robert Seeber
Präsident des Bundesrates

Zum Gedenken

Benjamin Nägele
Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

Keynote

„Auschwitz bleibt uns anvertraut“ –
Gedanken zu „Befreiung“ und „Vermittlung“
Martha Keil
Direktorin des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs (St. Pölten)

Schlussworte

Wolfgang Sobotka
Präsident des Nationalrates

Moderation

Robert Ziegler
Chefredakteur ORF Niederösterreich

Musikalische Umrahmung

exil.arte unter der Leitung von Gerold Gruber
MusikerInnen:

Freya Tuppy (Geige)
Lily Nigamedzyanova (Bratsche)
Christine Roider (Cello)
Zuzana Poláková (Sopran)
Yuto Kiguchi (Klavier)

Gespräch Leiter des Forschungszentrums exil.arte Gerold Gruber und Robert Ziegler
Viktor Ullmann: Klaviersonate Nr. 7, 1. Satz (1944, Theresienstadt)
Hans Krása: Fuge für Streichtrio (1944, Theresienstadt)
Gideon Klein: Streichtrio, 1. Satz (1944, Theresienstadt)
Pavel Haas: Sieben Lieder im Volkston, 6. „Tränen und Seufzer“ (1940, Prag)

ORF Lange Nacht der Museen | 05. Oktober 2019

Am Samstag, dem 5. Oktober 2019, fand die diesjährige „ORF Lange Nacht der Museen“ in ganz Österreich zum 20. Mal statt.
Das exil.arte Zentrum der mdw freute sich heuer das erste Mal dabei gewesen zu sein und neben besonderen Programmpunkten gab es auch Führungen durch die laufende Ausstellung.

SONDERVERANSTALTUNGEN im Rahmen der ORF Lange Nacht der Museen

1) Konzert: Echo des Unerhörten (Beginn: 18:30 Uhr)

Programm:
Hans Gál (1890 – 1987)
– Concertino für Flöte und Streichquartett, op. 82
Julius Bürger (1897 – 1995) – Streichquartett Nr. 2
Hans Winterberg (1901 – 1991) – Streichquartett 1957/1970

Das WISE –   Wien International Soloists Ensemble bringt vergessene Werke dieser Komponisten zum Klingen.

Andrea Nikolić, Violine
Jonathan Cano, Violine
Marta Potulska, Viola
Anzél Gerber, Violoncello

Ulrike Anton, Flöte

2) Schauspielerlesung „Briefe von Erwin Piscator“ (Beginn: 20:30 Uhr)

Gelesen und interpretiert von Tamara Stern und Hubert Wolf
Textauswahl: Susanne Abbrederis

Tamara Stern
Tamara Stern wurde in Berlin geboren. Sie erhielt ihre Schauspielausbildung in Tel Aviv, war im Ensemble des Gesher Theaters und wurde 2000 mit dem Israelischen Theaterpreis als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. Danach spielte sie an verschiedenen österreichischen und deutschen Theatern, u.a. in der Drachengasse Wien, in Innsbruck und Bozen. Am Vorarlberger Landestheater spielte sie zuletzt „Die Sisters of Swing“, „Die acht Frauen“ und „Ich Zarah“. Ihre Paraderolle „Lola Blau“ von Georg Kreisler spielte sie 7 Spielzeiten vor ausverkauftem Haus. Seit 2016 koproduziert sie mit dem Off-Theater Wien: „Lola Blau“, „Ich Zarah“ und zuletzt die dritte Produktion „Kein Groschen. BRECHT!“.

Hubert Wolf
Nach seiner Schauspielausbildung übernahm Hubert Wolf ab 1989 zahlreiche Haupt-und Nebenrollen in Theater-und Fernsehproduktionen, u.a. in “Hochschwab“ am Schauspielhaus Wien, „Go West“ im Metropol, im Fernsehen u.a. in  „Trautmann“, „Kommissar Rex“, „Schnell ermittelt“ und viele weitere.In den vergangenen Jahren in der „Komtesse Mizzi“ und „Der Schwierige“ auf der Tillysburg, zuletzt Jacobus in „Da Jesus und seine Hawara“ und Fürst Plata-Ettin in Olympia“ von Franz Molnar Festspiele Schloss Tillysburg 2019.

3) Konzert: Von der Lower East zur Upper West Side (Beginn: 22:30 Uhr)

Musik der Jiddischen Bühnen und Wiener Cafés im New York der 1930er und 40er Jahre. Esther Wratschko und ihr Ensemble (Lili Weinhandl & Andrew Gorman) interpretieren Lieder von Leopoldi, Berg u.a.

Programm:

Alexander Olshanetsky: Ikh hob dikh tsufil lib
Abraham Ellstein: Abi gezunt
Shalom Secunda: Bay mir bistu sheyn
Jimmy Berg: Man stellt sich um!
Hermann Leopoldi: Ja da wär´s halt gut, wenn man Englisch könnt
Jimmy Berg: Small Café near Central Park West

Konzert Verfemte Komponistinnen

im Rahmen des Festival Musica Femina 
in der Orangerie in Schönbrunn 
ab 16 Uhr: Führung durch die Ausstellung

Werke von
: Rosy Wertheim, Ruth Schönthal, Vally Weigl und Henriëtte Bosmans

Mit 
Ethel Merhaut (Sopran), Ulrike Anton (Flöte), Christine Roider (Violoncello) & Miyuki Schüssler (Klavier)
Moderation: Gerold Gruber

Weiterführende Informationen: http://musicafemina.at

Ein Abend rund um Hermann Leopoldi

Hermann Leopoldi im Frack

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Alter Konzertsaal, Rennweg 8, 1030 Wien

Mit 
Studierenden von Gertraud Berka-Schmid Alexander Tarko, Lisa Pupitz, Mathias Schmidhammer, Marin Drmac  
Gäste und Mitgestalter: Ronald Leopoldi (Sohn), Sepp Tatzl (Schriftsteller, Regisseur, Zeitzeuge), Gerold Gruber (Leiter des exil.arte Zentrum der mdw), Peter Marschik (Dirigent, Pianist, Komponist)