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Echo des Unerhörten: INVISIBLE | 13.03.2026 | Musikverein

Zum 20-jährigen Jubiläum des Vereins exil.arte und zum 10-jährigen Jubiläum des Exilarte Forschungszentrums der mdw würdigt dieses Konzert die Stimmen jener Komponistinnen und Komponisten, Interpretinnen und Interpreten, Musikforscherinnen und Musikforschern sowie Theaterkünstlerinnen und Theaterkünstlern, die im Dritten Reich als „entartet“ galten und deren Werke vielfach in Vergessenheit geraten sind. Das Exilarte Zentrum fungiert seit zwei Jahrzehnten als Anlauf- und Schnittstelle für die Rezeption, Erforschung, Bewahrung und Präsentation dieses bedeutenden kulturellen Erbes.

Im Zentrum des Abends stehen Werke von Exilkomponist:innen; Lesungen von Cornelius Obonya sowie solistische und kammermusikalische Beiträge mit Exilarte langjährig verbundenen Künstler:innen. Als zeitgenössische Reflexion über das Thema Unsichtbarkeit und Verstummung der Exilkünstler:innen erklingt die Uraufführung der Komposition INVISIBLE von Yury Revich.

Freitag, 13. März 2026 um 19:30 Uhr

Musikverein Gläserner Saal / Magna Auditorium
Musikvereinsplatz 1
1010 Wien

Tickets und weitere Infos finden Sie hier.

Interpret:innen:

Cornelius Obonya, Lesung
Josipa Bainac, Mezzosopran
Yury Revich, Violine
Ulrike Anton, Flöte
Elisabeth Plank, Harfe
David Hausknecht, Klavier

ensemble LUX
Louise Chisson, Violine
Marie Radauer-Plank, Violine
Nora Romanoff-Schwarzberg, Viola
Mara Achleitner, Violoncello

Programm:

André Singer

Requiem for the Homeless
Klaviertrio, op. 32

Michael Graubart

Duets and Aria für Flöte solo

Walter Arlen

Arbeit macht frei. Für Klavier und Metronom
Es geht wohl anders

– Pause –

Walter Susskind

Rechenschaft über uns

Erich Zeisl

Komm, süßer Tod
Arrowhead. Trio für Flöte, Viola und Harfe

Hans Gál

Drei Prinzessinnen, op. 33/4
Abend auf dem Fluss, op. 33/5

Wilhelm Grosz

Jazzband. Für Violine und Klavier

Yury Revich

INVISIBLE (Uraufführung)

Ende ca. 21:30 Uh

Konzertreihe „Echo des Unerhörten“ | 25. März 2026 | The Shoah Songbook

The Shoah Songbook ist ein fortlaufendes Projekt des Likht Ensemble, das Musik aus den Ghettos des Zweiten Weltkriegs erforscht und zur Aufführung bringt. Die Werke kreisen um Themen wie Frühling, Träume, Sehnsucht und Widerstand und verbinden lyrische Schönheit mit feiner Ironie und tief bewegender Wahrheit. Das Programm wird durch wissenschaftliche Vorträge von Spencer Kryzenowski und Jaclyn Grossman über Vokalmusik aus den Nachlässen des Exilarte Zentrums sowie über das Wirken von Exilkomponist:innen in Kanada ergänzt.

Das Projekt wird durch den Canada Council for the Arts unterstützt.

Mittwoch, 25. März 2026 um 19:00 Uhr

Palais Ehrbar – Kleiner Ehrbar Saal
Mühlgasse 30
1040 Wien

Eintritt frei! / Anmeldung hier.

Interpret:innen:

Jaclyn Grossman – Sopran | Spencer Kryzenowski – Klavier

Programm:

Musikalische Werke aus dem Archiv des Exilarte Zentrums:
Walter Arlen, Wilhelm Grosz, Erich Zeisl, Hans Winterberg, Walter Bricht sowie Werke von Julius Schloss

„Dear Papa, how is you?“ – Briefe von Erich W. Korngold | Liederabend mit Lesung | 28. Mai 2026

Erich Wolfgang Korngolds Lieder und Briefe erlauben ein Eintauchen in die bewegte Geschichte seiner Zeit und das Leben seiner Familie. Sie befinden sich in großer Zahl in der Österreichischen Nationalbibliothek und werden im Rahmen dieses Musiksalons gesungen bzw. gelesen. Thematischer Schwerpunkt sind die Aufenthalte Korngolds im Salzkammergut: Er war der Region seit früher Jugend sehr verbunden. Viele Werke haben entweder in dieser Gegend ihren Ursprung genommen oder wurden bei seinen Sommeraufenthalten instrumentiert oder zu Ende komponiert. Aufgrund der prekären politischen Lage kehrte Korngold 1938 von Filmaufnahmen in Hollywood nicht nach Österreich zurück. Sein Rückzugsort in Gmunden, Schloss Höselberg, wurde im selben Jahr von der Gestapo beschlagnahmt. Der Verlust seiner Heimat war ein zutiefst schmerzlicher Einschnitt für ihn.

Interpret:innen:

Günter Haumer, Bariton
Josipa Bainac, Mezzosopran 
David Hausknecht, Klavier

Gerold Gruber, Lesung
Lis Malina, Lesung

Donnerstag, 28. Mai 2026 um 19:00 Uhr

Österreichische Nationalbibliothek | Musiksalon
Palais Mollard
Herrengasse 9
1010 Wien

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Orchesterkonzert „Julius Bürger – Ein Wiener Komponist kehrt zurück (Teil II)“ | 09.06.2026 | ORF RadioKulturhaus

Das bewegte Leben und die schillernde Karriere des Wiener Komponisten Julius Bürger (1897 – 1995) spiegeln die musikalischen und gesellschaftlichen Brüche des 20. Jahrhunderts wider. Seine Laufbahn führte ihn in die Nähe zahlreicher prägender Persönlichkeiten der Musikgeschichte, und auch seine Originalkompositionen tragen unverkennbar die Handschrift eines Meisters seines Fachs. Trotz bedeutender Erfolge an führenden Opern- und Rundfunkhäusern weltweit wurde Bürgers künstlerischer Weg durch den Aufstieg des Nationalsozialismus jäh unterbrochen und nachhaltig verändert. Zwar komponierte er auch in den folgenden Jahrzehnten unbeirrt weiter, doch blieb ein großer Teil seines Œuvres lange im Verborgenen – bis diese bedeutenden Werke in seinen letzten Lebensjahren wiederentdeckt wurden.

Die Aufführung seiner Musik knüpft an ein vielbeachtetes Konzert im August 2023 an, bei dem Bürgers ernste Werke im Mittelpunkt standen. Dieses Konzert richtet den Fokus nun auf seine unterhaltenden, brillanten und farbenreichen Kompositionen. Es musiziert das Orchester Divertimento Viennese unter der Leitung von Vinzenz Praxmarer. Als Solisten sind der international gefeierte Bariton Thomas Hampson sowie die Mezzo-Sopranistin Josipa Bainac zu erleben. Auch dieses Konzert setzt ein starkes Zeichen für musikalische Entdeckungen: Sämtliche Werke erklingen als österreichische Premieren, teilweise sogar als Uraufführungen.

Dienstag, 09. Juni 2026 um 19:30 Uhr

ORF RadioKulturhaus/ Großer Sendesaal
Argentinierstraße 30A
1040 Wien

Ticketreservierungen ab 01. April im RadioKulturhaus Kartenbüro (im Eingangsbereich Großer Sendesaal)
Telefon: +43 1 / 501 70-377
E-Mail: radiokulturhaus@orf.at
Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. von 16:00-19:00 Uhr
Sa., So. und feiertags geschlossen
(Bei Veranstaltungen öffnet die Kassa 60 Minuten vor Beginn der Veranstaltung)

Interpret:innen:

Orchester Divertimento Viennese unter der Leitung von Vinzenz Praxmarer
Thomas Hampson, Bariton
Josipa Bainac, Mezzosopran