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Exilarte Jubiläumskonzert in New York am Center for Jewish History | 01.03.2026

Anlässlich des Exilarte Jubiläumsjahres 2026 findet in Kooperation mit dem Center for Jewish History, dem YIVO Institute for Jewish Research und dem Leo Baeck Institut sowie dem Austrian Cultural Forum New York ein Konzert mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und Pianisten David Hausknecht mit Werken von Gustav Mahler, Erwin Schulhoff und Walter Bricht statt.
Das Konzert wird unterstützt von Alumni Relations – Büro der Rektorin der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Begrüßungsworte von Rektorin Ulrike Sych und Michael Leavitt.

Sonntag, 01. März 2026 um 19:00 Uhr

YIVO Institute for Jewish Research
15 West 16th Street, NYC
Located in the Center for Jewish History

Eintritt frei! / Anmeldung hier.

Programm:

Gustav Mahler
Klavierquartett in a-Moll (1876)
I. Nicht zu schnell

Erwin Schulhoff
Streichquartett Nr. 2 (1925)

Walter Bricht
Klavierkonzert Nr. 2 in a-Moll, Op. 17 (1929)
— Bearbeitung für Klavierquintett (1952)
I. Allegro molto moderato
II. Allegretto con moto
III. Introduktion, Thema und Variationen

Moderation:

Gerold Gruber, Gründer von exil.arte und Leiter des Exilarte Center der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Interpreten:

Lucas Stratmann, Violine (Wiener Philharmoniker)
Martin Klimek, Violine (Wiener Philharmoniker)
Robert Bauerstatter, Viola (Wiener Philharmoniker)
Stefan Gartmayer, Violoncello (Wiener Philharmoniker)
David Hausknecht, Klavier (mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien / Exilarte Center)

Die Publikation über das Werk und das Leben des jüdischen Komponisten „Richard Fuchs – A Composer’s Search for Identity“

Die Publikation über das Werk und das Leben des jüdischen Komponisten „Richard Fuchs – A Composer’s Search for Identity“ ist jetzt im Böhlau Verlag erschienen!

Autor: Valentina Strobl
Herausgeber: Gerold Gruber
Verlag: Böhlau Verlag Wien
176 S. / Sprache: Englisch
Böhlau Verlag Wien, 1. Auflage 2025

Richard Fuchs: Eine musikalische Auseinandersetzung zwischen Heimat, Exil und Identität

Richard Fuchs (1887–1947) zählt zu den deutsch-jüdischen Komponisten, deren Werk im Spannungsfeld von Exil, Heimatverlust und kultureller Ausgrenzung entstand. Nach seiner Emigration nach Neuseeland versuchte Fuchs, der zuvor in Deutschland als Architekt und Musiker tätig war, seine kompositorische Stimme unter neuen gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen weiterzuentwickeln – innerlich blieb er jedoch stets tief verwurzelt in seiner Heimat. Auf Basis umfangreicher Quellenanalysen werden die „drei Leben“ des Komponisten – als Deutscher, Jude und Emigrant – nachgezeichnet. Diese Auseinandersetzung zeigt, wie Fuchs durch seine Musik auf politische und soziale Marginalisierung reagierte und in kompositorischen Prozessen Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Erinnerung reflektierte.

Der Nachlass umfasst Fuchs Kompositionen in Form von autographen Manuskripten sowie eine große Sammlung von persönlichen Dokumenten und Fotografien.

Die Publikation ist im Böhlau Verlag in englischer Sprache erschienen.

Konzertreihe „Echo des Unerhörten“ | 27. Jänner 2026 | Alma Rosé

Alma Rosé stammte aus einer bekannten österreichischen Musiker*innenfamilie und erlangte als Geigerin Bekanntheit. Ihre Karriere wurde 1938 durch den „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische deutsche Reich abrupt beendet. Als Dirigentin des Frauenorchesters im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau konnte sie das Leben zahlreicher Musikerinnen retten, bevor sie selbst 1944 in Auschwitz zu Tode kam.

In Erinnerung an das Leben und Wirken Alma Rosés (Wien 1906 / Auschwitz 1944) spielen Studierende und Dozenten des Alma Rosé Institut für Streichinstrumente, Gitarre und Harfe in der Musikpädagogik der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Werke von Hans Gál, Gideon Klein, Erwin Schulhoff u.a.  

Dienstag, 27. Jänner 2026 um 19:00 Uhr

Palais Ehrbar – Kleiner Ehrbar Saal
Mühlgasse 30
1040 Wien

Eintritt frei! / Anmeldung hier.

Programm:

Gideon Klein (1919 – 1945)
Streichtrio (Theresienstadt 1944) Gideon Klein Trio Wien

Hiroyo Watanabe, Violine
Johanna Hechwartner, Viola
Matthäus Pescoller, Violoncello

Viktor Ullmann (1898 – 1944)
Streichquartett Nr.3, op. 46 (Theresienstadt 1943)Alma Rosé Quartett

Felix Aigner Violine
Pia Onuska, Violine
Marie Alma Mala Schmidt, Viola
Ana Šincek, Violoncello

Hans Gál (1890 – 1987)
aus: 5 Intermezzi für Streichquartett op.10 (1914) Alma Rosé Quartett

Felix Aigner Violine
Pia Onuska, Violine
Marie Alma Mala Schmidt, Viola
Ana Šincek, Violoncello

Erwin Schulhoff (1894 – 1942)
Fünf Stücke für Streichquartett WV 68 (1923) Noema Quartett

Hiroyo Watanabe, Violine
Dominik Fischer, Violine
Elisabeth Mair, Viola
Matthäus Pescoller, Violoncello

Biografien:

Alma Rosé Quartett

Das Wiener Quartett besteht in der heutigen Konstellation seit Herbst 2022. Neben Werken von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann und Antonin Dvorak, umfasst das junge Ensemble ein Repertoire an Stücken verfolgter KomponistInnen in der NS-Zeit, sowie zeitgenössischer Musik, unter anderem Werke von Hans Gál, Szymon Laks, Henriëtte Bosmans und Viktor Ullmann. Inspiriert von der kammermusikalischen Tätigkeit Alma Rosés möchte das junge Ensemble an die Geigerin erinnern. Alma Rosé ist dem Quartett Inspiration und Vorbild – als großartige Musikerin und als mutige und willensstarke Frau. Die Musik ihrer Zeit begeistert und berührt gleichzeitig auf besondere Weise. Diese Gefühle möchten die Musiker:innen mit ihrem Publikum teilen. 

Noema Quartett

Das Noema Quartett wurde im Sommer 2025 gegründet. Ein Schwerpunkt des Ensembles liegt auf der Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf Werken vertriebener und vergessener Komponist:innen. Daneben widmet sich das Quartett dem klassischen Repertoire auf historischen Instrumenten. Auftritte führten das Ensemble unter anderem in das „Haus der Geschichte“, Museum in Wien.

Gideon Klein Trio Wien

Das Gideon Klein Trio Wien (Streichtrio) beschäftigt sich musikalisch als Schwerpunkt mit „Entarteter Musik“ und spielte bereits beim Festakt zur offiziellen Benennung der Alma-Rosé-Stiege in Salzburg sowie beim Konzert „In Erinnerung an Alma Rosé“ im Haus der Geschichte Österreich – Museum Wien. Alle drei Musikerinnen studieren am Alma Rosé Institut der Universität für Musik und der Wisscenschaft Wien – mdw.

Moderation:

David Frühwirth (Institutsleiter, Alma Rosé Institut für Streichinstrumente, Gitarre und Harfe in der Musikpädagogik der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

Echo des Unerhörten: INVISIBLE | 13.03.2026 | Musikverein

Zum 20-jährigen Jubiläum des Vereins exil.arte und zum 10-jährigen Jubiläum des Exilarte Forschungszentrums der mdw würdigt dieses Konzert die Stimmen jener Komponistinnen und Komponisten, Interpretinnen und Interpreten, Musikforscherinnen und Musikforschern sowie Theaterkünstlerinnen und Theaterkünstlern, die im Dritten Reich als „entartet“ galten und deren Werke vielfach in Vergessenheit geraten sind. Das Exilarte Zentrum fungiert seit zwei Jahrzehnten als Anlauf- und Schnittstelle für die Rezeption, Erforschung, Bewahrung und Präsentation dieses bedeutenden kulturellen Erbes.

Im Zentrum des Abends stehen Werke von Exilkomponist:innen; Lesungen von Cornelius Obonya sowie solistische und kammermusikalische Beiträge mit Exilarte langjährig verbundenen Künstler:innen. Als zeitgenössische Reflexion über das Thema Unsichtbarkeit und Verstummung der Exilkünstler:innen erklingt die Uraufführung der Komposition INVISIBLE von Yury Revich.

Freitag, 13. März 2026 um 19:30 Uhr

Musikverein Gläserner Saal / Magna Auditorium
Musikvereinsplatz 1
1010 Wien

Tickets und weitere Infos finden Sie hier.

Interpret:innen:

Cornelius Obonya, Lesung
Josipa Bainac, Mezzosopran
Yury Revich, Violine
Ulrike Anton, Flöte
Elisabeth Plank, Harfe
David Hausknecht, Klavier

ensemble LUX
Louise Chisson, Violine
Marie Radauer-Plank, Violine
Nora Romanoff-Schwarzberg, Viola
Maria Kronick-Achleitner, Violoncello

Programm:

André Singer

Requiem for the Homeless
Klaviertrio, op. 32

Michael Graubart

Duets and Aria für Flöte solo

Walter Arlen

Arbeit macht frei. Für Klavier und Metronom
Es geht wohl anders

– Pause –

Walter Susskind

Rechenschaft über uns

Erich Zeisl

Komm, süßer Tod
Arrowhead. Trio für Flöte, Viola und Harfe

Hans Gál

Drei Prinzessinnen, op. 33/4
Abend auf dem Fluss, op. 33/5

Wilhelm Grosz

Jazzband. Für Violine und Klavier

Yury Revich

INVISIBLE (Uraufführung)

Ende ca. 21:30 Uh

Konzertreihe „Echo des Unerhörten“ | 25. März 2026 | The Shoah Songbook

The Shoah Songbook ist ein fortlaufendes Projekt des Likht Ensemble, das Musik aus den Ghettos des Zweiten Weltkriegs erforscht und zur Aufführung bringt. Die Werke kreisen um Themen wie Frühling, Träume, Sehnsucht und Widerstand und verbinden lyrische Schönheit mit feiner Ironie und tief bewegender Wahrheit. Das Programm wird durch wissenschaftliche Vorträge von Spencer Kryzenowski und Jaclyn Grossman über Vokalmusik aus den Nachlässen des Exilarte Zentrums sowie über das Wirken von Exilkomponist:innen in Kanada ergänzt.

Das Projekt wird durch den Canada Council for the Arts unterstützt.

Mittwoch, 25. März 2026 um 19:00 Uhr

Palais Ehrbar – Kleiner Ehrbar Saal
Mühlgasse 30
1040 Wien

Eintritt frei! / Anmeldung hier.

Interpret:innen:

Jaclyn Grossman – Sopran | Spencer Kryzenowski – Klavier

Programm:

Musikalische Werke aus dem Archiv des Exilarte Zentrums:
Walter Arlen, Wilhelm Grosz, Erich Zeisl, Hans Winterberg, Walter Bricht sowie Werke von Julius Schloss