Erich Wolfgang Korngolds Lieder und Briefe erlauben ein Eintauchen in die bewegte Geschichte seiner Zeit und das Leben seiner Familie. Sie befinden sich in großer Zahl in der Österreichischen Nationalbibliothek und werden im Rahmen dieses Musiksalons gesungen bzw. gelesen. Thematischer Schwerpunkt sind die Aufenthalte Korngolds im Salzkammergut: Er war der Region seit früher Jugend sehr verbunden. Viele Werke haben entweder in dieser Gegend ihren Ursprung genommen oder wurden bei seinen Sommeraufenthalten instrumentiert oder zu Ende komponiert. Aufgrund der prekären politischen Lage kehrte Korngold 1938 von Filmaufnahmen in Hollywood nicht nach Österreich zurück. Sein Rückzugsort in Gmunden, Schloss Höselberg, wurde im selben Jahr von der Gestapo beschlagnahmt. Der Verlust seiner Heimat war ein zutiefst schmerzlicher Einschnitt für ihn.
Interpret:innen:
Günter Haumer, Bariton Josipa Bainac, Mezzosopran David Hausknecht, Klavier
Das bewegte Leben und die schillernde Karriere des Wiener Komponisten Julius Bürger (1897 – 1995) spiegeln die musikalischen und gesellschaftlichen Brüche des 20. Jahrhunderts wider. Seine Laufbahn führte ihn in die Nähe zahlreicher prägender Persönlichkeiten der Musikgeschichte, und auch seine Originalkompositionen tragen unverkennbar die Handschrift eines Meisters seines Fachs. Trotz bedeutender Erfolge an führenden Opern- und Rundfunkhäusern weltweit wurde Bürgers künstlerischer Weg durch den Aufstieg des Nationalsozialismus jäh unterbrochen und nachhaltig verändert. Zwar komponierte er auch in den folgenden Jahrzehnten unbeirrt weiter, doch blieb ein großer Teil seines Œuvres lange im Verborgenen – bis diese bedeutenden Werke in seinen letzten Lebensjahren wiederentdeckt wurden.
Die Aufführung seiner Musik knüpft an ein vielbeachtetes Konzert im August 2023 an, bei dem Bürgers ernste Werke im Mittelpunkt standen. Dieses Konzert richtet den Fokus nun auf seine unterhaltenden, brillanten und farbenreichen Kompositionen. Es musiziert das Orchester Divertimento Viennese unter der Leitung von Vinzenz Praxmarer. Als Solisten sind der international gefeierte Bariton Thomas Hampson sowie die Mezzo-Sopranistin Josipa Bainac zu erleben. Auch dieses Konzert setzt ein starkes Zeichen für musikalische Entdeckungen: Sämtliche Werke erklingen als österreichische Premieren, teilweise sogar als Uraufführungen.
Ticketreservierungen ab 01. April im RadioKulturhaus Kartenbüro (im Eingangsbereich Großer Sendesaal) Telefon: +43 1 / 501 70-377 E-Mail: radiokulturhaus@orf.at Öffnungszeiten: Mo. – Fr. von 16:00-19:00 Uhr Sa., So. und feiertags geschlossen (Bei Veranstaltungen öffnet die Kassa 60 Minuten vor Beginn der Veranstaltung)
Interpret:innen:
Orchester Divertimento Viennese unter der Leitung von Vinzenz Praxmarer Thomas Hampson, Bariton Josipa Bainac, Mezzosopran
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von exil.arte und des 10-jährigen Jubiläums des Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien spielen die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Katharina Wincor Werke der Exilarte Notenedition von Wilhelm Grosz und Hans Winterberg. Seit 2006 hat sich aus einer ursprünglich erinnerungskulturellen Initiative ein international anerkanntes Forschungs- und Kulturzentrum entwickelt, das wissenschaftliche Arbeit, Archivpraxis und künstlerische Performance erfolgreich verbindet. Durch Ausstellungen, Publikationen, Aufnahmen, Symposien und Konzerte wurden vertriebene Komponist:innen einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Exilarte gilt heute als Modell gelebter Kulturgeschichte durch die Sicherung musikalischer Nachlässe, internationale Kooperationen und Zugänglichkeit seiner Sammlungen. Die Jahre 2006–2026 bilden dabei kein Ende, sondern ein tragfähiges Fundament – ein lebendiges Archiv, das die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts nachhaltig neu perspektiviert.
Wilhelm Grosz Wien, 1894 – 1939, New York City
Grosz studierte an der Akademie für Musik und darstellende Kunst (heute mdw) bei Franz Schreker und Musikwissenschaft bei Guido Adler. Früh wandte er sich der Popularmusik zu, etwa mit seiner Jazzband-Sonate (1922) und dem Jazzballett Baby in der Bar (1928). Trotz Julius Korngolds Lob zu dessen Oper Sganarell begann er in Berlin eine Karriere als Produzent, Arrangeur und Dirigent bei Ultraphon. 1934 floh er nach London und schrieb zahlreiche Schlager wie Red Sails in the Sunset. 1939 folgte er dem Rat Erich W. Korngolds nach New York, wo er kurz nach der Ankunft verstarb.
Hans Winterberg Prag, 1901 – 1991, Stepperg / Oberbayern
Winterberg, aus einer deutschsprachigen jüdischen Prager Familie, studierte bei Finke, Zemlinsky und Hába. Durch die Ehe mit der nicht-jüdischen Pianistin Maria Maschat zunächst geschützt, wurde er 1944 geschieden und nach Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung aus dem Ghetto emigrierte er nach Deutschland und kehrte aufgrund der politischen Lage nicht mehr nach Prag zurück. In Bayern kämpfte er um Entschädigung und fand nur mühsam beruflichen Anschluss, u. a. beim Bayerischen Rundfunk. Trotz einzelner Aufführungen blieb ihm zeitlebens breite Anerkennung versagt.
Die Publikation über das Werk und das Leben des jüdischen Komponisten „Wilhelm Grosz – An Unsung Protagonist of Viennese Modernism“ ist jetzt im Böhlau Verlag erschienen!
Vom Wien der 1920er bis ins Exil – Die vergessene Karriere des Wilhelm Grosz
Wilhelm Grosz (1894–1939), dessen Nachlass sich seit 2018 am Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien befindet, wirkte in den glanzvollen Konzertsälen Wiens, im pulsierenden Berlin der 1920er und im Exil in London und New York. Er bewegte sich zwischen der Moderne der Neuen Sachlichkeit, frühen Jazz-Einflüssen in der Kunstmusik und der populären Musik. Politische Umbrüche zwangen ihn 1933 ins Exil, wo er seine Karriere in der populären Musik fortsetzte und Schlager wie „Isle of Capri“ komponierte. Anhand seiner Briefe an die Universal Edition und Einträgen aus Arthur Schnitzlers Tagebuch zeichnet die Publikation ein lebendiges Bild von Grosz’ künstlerischen Netzwerken, den Debatten der Zeit und der wiederzuentdeckenden Vielfalt seines Schaffens – von seiner ‚ernsten‘ Musik bis zu Welthits im Exil.
Der Nachlass umfasst Kompositionen in Form von autographen Manuskripten sowie eine große Sammlung von persönlichen Dokumenten und Fotografien.
Die Jubiläumsausstellung präsentiert erstmals ein Panorama der im Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien betreuten Nachlässe und gewährt einen Einblick über Leben, Werk und Wirkung verfemter Komponist:innen. Zugleich werden deren Schaffen im historischen Kontext sowie ihre Bedeutung für die heutige Forschung und Erinnerungskultur sichtbar gemacht.
Im Exilarte Zentrum werden die Nachlässe zahlreicher Musiker:innen bewahrt, erforscht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, deren Lebenswege durch Verfolgung, Vertreibung, Exil oder Ermordung während des Nationalsozialismus geprägt wurden. Die Sammlung umfasst Komponist:innen, Interpret:innen, Dirigent:innen, Musiktheoretiker:innen sowie Tänzer:innen und Theatermacher:innen, deren künstlerische Karrieren gewaltsam unterbrochen oder ins Exil gedrängt wurden. Viele von ihnen prägten nach ihrer Flucht die Musiklandschaften ihrer neuen Gastländer maßgeblich, während andere nach 1945 in Vergessenheit gerieten und erst heute durch die Arbeit von Exilarte wiederentdeckt werden.
Die Biografien zeichnen ein vielschichtiges Panorama europäischer Musikgeschichte im Exil: von in Wien ausgebildeten Komponist:innen, die in Hollywood die Filmmusik revolutionierten, über Dirigent:innen, die in Übersee neue Orchester gründeten, bis hin zu Musikpädagog:innen, Musiktheoretiker:innen und Interpret:innen, die in Großbritannien, den USA, Lateinamerika, Israel, Australien oder Asien das kulturelle Leben nachhaltig beeinflussten. Zugleich stehen viele dieser Lebensgeschichten für den unwiederbringlichen Verlust künstlerischer Potenziale durch Entrechtung, Internierung, materielle Not oder Ermordung in den Konzentrationslagern.
Die im Exilarte Zentrum betreuten Nachlässe dokumentieren daher nicht nur individuelle Künstlerbiografien, sondern eröffnen auch einen umfassenden Blick auf die globalen Folgen von Vertreibung und Verfolgung für die Musik des 20. Jahrhunderts. Sie machen sichtbar, wie europäische Musiktraditionen im Exil transformiert wurden und welche kulturellen Impulse aus der Erfahrung von Verlust und Neuanfang hervorgingen. Gleichzeitig verweisen sie auf die lange Phase des Verschweigens nach 1945, in der viele dieser Werke und Namen aus dem kollektiven Gedächtnis verschwanden.
Die Jubiläumsausstellung knüpft an dieses einzigartige biografische Archiv an. Anhand ausgewählter Lebenswege macht sie die Vielfalt, Tragweite und Aktualität des Exil-Erbes erfahrbar und verbindet persönliche Schicksale mit musik- und zeitgeschichtlichen Kontexten. Damit leistet sie einen zentralen Beitrag zur Erinnerungskultur, zur historischen Verantwortung und zur nachhaltigen Sichtbarmachung verdrängter Kunst- und Kulturgeschichte.
Die Laufzeit der Ausstellung ist von 16.04. – 20.12.2026
Die Publikation über das Werk und das Leben des jüdischen Komponisten „Julius Bürger – Composer – Conductor – Vocal Coach“ ist jetzt beim Böhlau Verlag erschienen!
Autor: Ryan Hugh Ross Herausgeber: Gerold Gruber Verlag:Böhlau Verlag Wien 110 S. / Sprache: Englisch Böhlau Verlag Wien, 1. Auflage 2024
Bürger studierte bei Franz Schreker in Wien und Berlin. Auf Empfehlung Bruno Walters wechselte Bürger später als Assistent zu Artur Bodanzky an die Metropolitan Opera in New York. 1929 wurde er Assistent von Otto Klemperer an der Berliner Kroll-Oper und kehrte nach Hitlers Ernennung zum Kanzler 1933 nach Wien zurück. Auf dem Weg von London nach Wien im Jahr 1938 sahen Bürger und seine Frau voraus, was auf Österreich zukommen würde, und ließen ihr Gepäck in Paris zurück. 1939 siedelte Bürger nach Amerika, wo er 1949 wieder an der Metropolitan Opera arbeitete und eine enge Freundschaft mit Dimitri Mitropoulos begann. Seine Mutter wurde auf dem Weg nach Auschwitz erschossen, und fünf seiner Brüder wurden im Konzentrationslager ermordet.
Julius Bürgers Leben und Werk wären ohne die Fürsorge und das Engagement seines Freundes, des Rechtsanwalts Ronald S. Pohl, Esq. für die Geschichte verloren gegangen. Durch Pohls Bemühungen wurde ein großer Teil von Bürgers Musik in zahlreichen Konzertaufführungen Anfang der 1990er Jahre uraufgeführt. Ausgewählte Orchesterwerke des Komponisten wurden auch für die kommerzielle Veröffentlichung aufgenommen, was zur Wiederentdeckung des Komponisten beitrug. Nach Bürgers Tod im Jahr 1995 setzte Pohl die Erhaltung und Förderung der unveröffentlichten Kompositionen fort, bis er den Nachlass als Dauerleihgabe im Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unterbrachte, im selben Gebäude, in dem Bürger sein Studium begann.
Der Nachlass umfasst Kompositionen in Form von autographen Manuskripten sowie eine große Sammlung von persönlichen Dokumenten und Papieren, Aufnahmen, Zeitungsartikeln und Fotografien.
Der Katalog zur Ausstellung: Fritz Kreisler – Ein Kosmopolit im Exil. Vom Wunderkind zum „König der Geiger“
Die Ausstellung im Exilarte Zentrum der mdw zeigt die verschiedenen Lebensabschnitte eines der größten Violinvirtuosen des 20. Jahrhunderts, dessen Erfolgsstory von Wien ausging und in New York endete.
Fritz Kreisler war einerseits Kosmopolit und andererseits vom Exilant:innen-Schicksal betroffen. Aus Anlass des 10. Internationalen Fritz Kreisler Violinwettbewerbs, der seit 1979 an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ausgetragen wird, wurde die neue Ausstellung des Exilarte Zentrum der mdw entwickelt – um das Leben und die Bedeutung Fritz Kreislers der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Nachdem die Nazis alle seine Auftritte und Aufnahmen aufgrund seiner jüdischen Herkunft verboten hatten, emigrierte er im September 1939 in die USA und wurde 1943 amerikanischer Staatsbürger. Neben seinen spektakulären Erfolgen seit seiner Kindheit bis zum Ende der Karriere beleuchtet die Ausstellung ihn als Jude und Exilant. Die Ausstellung zeigt aber auch Kreislers philanthropischen und karitativen Tätigkeiten auf. Im Zuge der Recherchen neu entdecktes Material ergänzt die schwierige Forschungslage.
Autor:innen:
Ulrike Anton Amy Biancolli Albrecht Dümling Gerold Gruber Michael Haas Nobuko Nakamura Matthias Schmidt Eric Wen
Herausgeber:
Prof. Dr. Gerold Gruber (Leiter des Exilarte Zentrum)
Als ehemaliger Schüler von Alban Berg und Anton Webern zählte der Komponist Philip Herschkowitz in Moskau nach dem Krieg bis in die 1980er Jahre zu den begehrtesten Privatlehrern junger Musiker:innen der ehemaligen Sowjetunion. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde der in Rumänien geborene Herschkowitz vom NS-Regime aus Wien vertrieben. Auch in Moskau litt er weiterhin unter antisemitischer Bedrohung und seine Werke waren als „formalistisch“ verpönt. Im Zentrum des Konzerts steht das musikalische Schaffen von Dmitri Smirnov und Elena Firsova, die beide zum engen Kreis der PrivatschülerInnen zählten und deren Kompositionen ab 1979 auf der berüchtigten „Schwarzen Liste“ des Regimes standen. Als Interpretin dieses Programms konnte wieder die Ausnahmepianistin Elisabeth Leonskaja gewonnen werden, die gemeinsam mit Sängerin Maacha Deubner, Flötistin Ulrike Anton, Harfenistin Anna Verkholantseva, Bratschistin Marta Potulska sowie Pianistin und Komponistin Alissa Firsova diesen Abend gestalten wird.
Im Gespräch mit Irene Suchy werden die Pianistin Elisabeth Leonskaja und die Komponistin Elena Firsova über ihre Lehrjahre bei Philip Herschkowitz sowie über die aufgeführten Werke sprechen. Das Konzert findet im Gedenken an den 2020 an Covid-19 verstorbenen Komponisten und Herschkowitz-Schüler, Dmitri Smirnov, statt.
Werke von: Elena Firsova, Dmitri Smirnov, Arnold Schönberg und Philip Herschkowitz
Interpretinnen: Elisabeth Leonskaja (Klavier) Ulrike Anton (Flöte) Maacha Deubner (Sopran) Alissa Firsova (Klavier) Anna Verkholantseva (Harfe) Marta Potulska (Viola)
Moderation: Irene Suchy
Wann:Dienstag, 16. Mai 2023, 19 Uhr Wo: Palais Ehrbar – Großer Ehrbar Saal Mühlgasse 28, 1040 Wien
Der Theresienstadt-Komponist Hans Winterberg (1901 – 1991) ist erst seit wenigen Jahren der musikalischen Öffentlichkeit bekannt. Das Exilarte Zentrum ist maßgeblich für die Wiederentdeckung des Komponisten verantwortlich und wird in den nächsten Jahren gemeinsam mit dem Verlag Boosey & Hawkes eine Vielzahl von Kompositionen publizieren.
Auf ihrer zweiten CD mit Werken von Hans Winterberg hat die Pianistin Brigitte Helbig die Toccata, die 1. Klaviersonate (1936), die Impressionistische Klavier-Suite, die Suite (1956), sowie Erinnerungen an Böhmen für Toccata Classics eingespielt. Diese neue CD wird am 9. Juni 2022 um 19:30 Uhr im Franz Liszt-Saal der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien präsentiert. Prof. Dr. Gerold Gruber, Leiter des Exilarte Zentrum, führt durch diesen spannenden Abend, bei dem Brigitte Helbig einige der von ihr aufgenommenen Werke interpretieren wird. Weiters wird Peter Kreitmeir, Enkelsohn von Hans Winterberg, über seine zahlreichen Bemühungen um das Werk seines Großvaters sprechen.
CD-Präsentation: Klavierwerke von Hans Winterberg (Volume Two), Toccata Classics
Donnerstag, 9. Juni 2022 19:30 Uhr mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Lothringerstrasse 18 Franz Liszt-Saal (3. Stock) 1030 Wien
Eintritt frei!
Das Tragen einer FFP2-Maske während der Veranstaltung wird empfohlen.
Vom NS-Regime vertrieben, verfolgt und verboten – was uns musikalische Nachlässe erzählen…
Das Exilarte Zentrum wird am 20. Mai 2022 mit mehreren Veranstaltungen über den Nachlass von Marta Eggerth und Jan Kiepura bei der Langen Nacht der Forschung die mdw-Universität für Musik und darstellende Kunst repräsentieren.
Der Sohn von Jan Kiepura und Marta Eggerth, Marjan Kiepura, selbst Pianist und künstlerischer Partner seiner berühmten Mutter, wird vom Schicksal sowie den glanzvollen Karrieren seiner Eltern in einem Interview mit Prof. Dr. Gerold Gruber, Leiter des Exilarte Zentrum, berichten.
Während der Veranstaltung sind auch historische Filmaufnahmen sowie Tondokumente von Eggerth/Kiepura zu sehen und zu hören.
Zusätzlich werden regelmäßige Führungen durch die Ausstellung des Exilarte Zentrum „Mein Lied für Dich – Marta Eggerth und Jan Kiepura zwischen zwei Welten“ angeboten.
Die Ausstellung zeigt die Bühnen- und Filmkarrieren sowie das musikalische Erbe des Sängertraumpaars. Nach dem sogenannten „Anschluss“ Österreichs 1938 waren sie gezwungen, ihrer Wahlheimat Wien den Rücken zu kehren. Durch die wissenschaftliche Aufarbeitung dieses wichtigen Nachlasses ist es gelungen auch auf zahlreiche andere Schicksale von Freunden und Kolleg:innen des Sängertraumpaars aufmerksam zu machen, die durch das NS-Regime verfolgt oder ermordet wurden.
Ab 17:30 Uhr, Exilarte Zentrum (1. Stock) Blitzführungen durch die Ausstellung „Mein Lied für Dich – Marta Eggerth und Jan Kiepura zwischen zwei Welten“ und ein Ratespiel zum Inhalt der Ausstellung
19 Uhr, Franz Liszt-Saal (3. Stock) Eröffnung: Video-Grußbotschaft der Rektorin Ulrike Sych Marjan Kiepura und seine Frau Jane Knox-Kiepura erzählen über das bewegte Leben von Marta Eggerth und Jan Kiepura. Auch historische Filmaufnahmen und Tondokumente werden präsentiert.
20 Uhr, Franz Liszt-Saal (3. Stock) Q&A mit Marjan Kiepura und Jane Knox-Kiepura
Ab 20:30 Uhr, Exilarte Zentrum (1. Stock) weitere Blitzführungen und Ratespiel